Die Qual der Wahl: S6 oder S6 Edge?

Die Modelle der Galaxy-S-Staffel aus dem Hause Samsung liefern immer wieder Innovationen und Raffinessen, die die Kommunikationsbranche zwar nicht von Grund auf umkrempeln, aber dennoch stetig vorantreiben. Und so schaffen es auch die aktuellen Spitzenmodelle aus dieser Serie, das Galaxy S6 und das Galaxy S6 Edge, wieder einmal in die Bestenliste etlicher Technikportale. Auch die Verkaufscharts werden derweil von den beiden Alleskönnern aus Samsunghausen dominiert. Doch wo genau liegen die Unterschiede zwischen S6 und S6 Edge? Die folgenden Zeilen klären auf.

Die inneren Werte

Zunächst seien die Gemeinsamkeiten erläutert. Diese belaufen sich mehr oder weniger ausschließlich auf das Innenleben der Modelle. So steckt in beiden S6er-Versionen zum Beispiel ein Achtkernprozessor, der mit einer Taktrate von 2,1 GHz und einem 3 GB dicken Arbeitsspeicher für ordentlich Tempo sorgt. Je nach Investitionslaune steckt zudem ein 32, 64 oder 128 GB großer Flashspeicher im Inneren der Modelle – ein Erweitern des Gerätegedächtnisses per Micro-SD-Karte ist nicht möglich.

Beide Modelle sind zudem mit einem Grafikchip alias „Mali T760 MP8“ ausgestattet. Dieser kleine Chip erlaubt auch das Daddeln hochwertiger Handy-Games. Eine weitere nennenswerte Gemeinsamkeit bietet der LTE-Chip: Sowohl mit S6 als auch S6 Edge darf (rein theoretisch) mit einer Rate von 150 MB/s durchs World Wide Web gesaust werden. Ebenfalls bei beiden Modellen im Hardware-Paket: Eine 16 Megapixel starke Haupt- und eine 5 Megapixel starke Frontkamera.

Die einzigen (kaum spürbaren) Unterschiede bieten somit Akku und Ausmaße: Während in dem Galaxy S6 ein 2.550 mAh starker Lithium-Ionen-Akku in einem 143,4 x 70,5 x 6,8 Millimeter großen und 138 Gramm leichten Mantel steckt, bietet das Galaxy S6 Edge ein 2.600 mAh starkes Kraftzellen-Pendant in einem 142,1 x 70,1 x 7 Millimeter und 132 Gramm leichten Gehäuse. In der Praxis machen sich diese Unterschiede jedoch kaum bemerkbar. So bringt der Akku des S6 Edge beispielsweise gerade einmal 10 Minuten mehr Laufzeit mit sich.

Der Trick mit dem Knick

Der ganz große Unterschied ist also nicht im Innenleben versteckt, sondern klar und deutlich erkennbar: Während das Galaxy S6 noch einen „normalen“ Bildschirm samt Touchscreen-Funktion aufweist, kann das Galaxy S6 Edge mit einem – zu beiden Seiten – gekrümmten Display dienen. So fehlt bei dem Galaxy S6 Edge auch der seitliche Aluminiumbeschlag – die edle Glasverkleidung der Hinterseite ist von der Ausbuchtung jedoch unberührt geblieben.

Das Edge-Prinzip macht sich allerdings nicht nur optisch, sondern auch haptisch bemerkbar, denn dies lässt den Nutzer einen deutlichen Knick bei der Bedienung fühlen. Das Handling des Galaxy S6 fällt somit in der ersten Eingewöhnungsphase wesentlich vertrauter aus. Doch der Knick in der Optik hat auch seine Vorteile: Hier können Statusmeldungen angezeigt, einzelne Apps angeheftet und Benachrichtigungen eingeblendet werden.

Das war’s aber auch schon – Highlights à la 3D-Touch-Technik, wie man sie von Apples iPhone kennt, bietet das Ecken-Display des Galaxy S6 Edge nicht. PS: Beide Bildschirme messen 5,1 Zoll, lösen mit 2.560 x 1.440 Pixel auf und sind mit einem sehr hohen Helligkeits- und Kontrastwert bestückt. Zudem fällt die Gesteninterpretation der Touchscreenfelder bei beiden „Super AMOLED Bildschirme“ sehr gut aus.

Fazit

Wer ein solides, topaktuelles und auch noch schickes Smartphone sucht, ist mit dem Galaxy S6 bestens beraten. Für alle, die etwas Ausgefallenes und Außergewöhnliches in den Händen halten wollen, könnte sich jedoch auch der Griff zum Galaxy S6 Edge lohnen. Ob der Aufpreis für den Bildschirmknick gerechtfertigt ist, muss wiederum jeder Interessent selbst entscheiden.

© Samsung

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Author: Jörg Mauser

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